
Krebse haben eine sehr große Arten und Formenvielfalt in der Natur wie auch in unseren heimischen Aquarien. Mit bis zu 40.000 Arten sind sie eine sehr große Gruppe innerhalb der Gliederfüßer, die als Unterstamm geführt wird. Krebse haben sich in verschiedenen Umgebungen angepasst und somit entstanden z.B. auch Höhlen Krebse, deren Augen sehr gut auf die Dunkelheit spezialisiert sind. Darunter fällt z.B. der Aprikosen Krebs (Cherax holthuisi). Diese Krebs Art ist eine der Untergattungen der Cherax und ein sehr schönes Aprikot gefärbtes Tier noch dazu. Cherax holthuisi Flusskrebse übernehmen in der Natur aber auch in unseren heimischen Aquarien die Rolle der Gesundheitspolizei ein. Tote Tiere oder kranke und verletzte Lebewesen werden entweder gefangen und gefressen oder einfach nur aufgefressen. Dadurch wird die Verbreitung von Krankheiten, sowie das Umkippen des Wassers verhindert. Es gibt auch hierbei große und kleinere Arten. Wobei letztere zu den Zwergflusskrebsen gehört, wie die Art des Cambarellus Krebses. Man kann die Krebse je nachdem wie groß sie sind mit gleich großen Fischen vergesellschaften. Doch nie sollte man größere Fische aussuchen, denn nach der Häutung sind auch Krebse hilflos den anderen Beckenbewohnern ausgeliefert. Cambarellus Montezumae Wenn man einige Grundregeln einhält, wie z.B. dem Anspruch auf Lebensraum, Verhalten und Wachstum, sind Flusskrebse sehr leicht zu pflegen. Im Vergleich zu einigen Fischen sind Süßwasser Krebse eher anspruchslos, wenn es darum geht die richtigen Wasserwerte zu finden. Allerdings sollte man immer darauf achten, dass man genügend Wasser wechselt, am besten jede 2. Woche ca. die Hälfte des Wassers, denn Krebse lieben sauerstoffreiches Wasser. Kalte Wasserwechsel regen die Fortpflanzungsaktivitäten an, sprich nach einer kühlen Dusche kann man häufig beobachten, dass sich Weibchen häuten und somit die Pheromone für die Männchen absonderten. Worauf diese sich auf den Paarungsgang machten. Bei Garnelen nennt man dies „Das Paarungsschwimmen“ Denn alle Männchen schwimmen darauf wie wild durchs Becken, nur um das Weibchen zu finden. Ideal bei Krebsen ist natürlich die Haltung im Artenbecken, da die Tiere dort ruhiger sind und nicht so viele andere Reize um sich herum haben, die sie stören könnten. Ist das Becken allerdings zu klein und bietet den Krebsen zu wenig Reviermöglichkeiten, kann es zu Aggressionen und Kannibalismus kommen. Was dann natürlich den Verlust der geliebten Tiere bedeuten würde. Procambarus Clarkii Da sich Krebse nur kriechend auf dem Bodengrund fortbewegen ist es wichtig für jede Art, die notwenige Grundfläche zur Verfügung zu stellen. Auch Flusskrebse sind hervorragende Kletterkünstler, jedes Kabel oder Schlauch reicht aus, damit die Tiere sich daran hoch hangeln können und letztendlich aus dem Becken ausbrechen. Leider würde das für die Tiere der Tod bedeuten, da sie längere Zeit ohne Wasser vertrocknen würden. Dieser Vorgang kann bis zu 12 Stunden dauern, bis der Körper kompl. ausgetrocknet ist… Deswegen sollte jeder Krebsliebhaber von vornherein für ein kompl. dichtes Becken sorgen, damit so etwas gar nicht erst passieren kann. Außerdem sind viele Krebse Gräber, es bringt also nichts, wenn ihr euer Aquarium super schön einrichtet, die Krebse zerstören es dann eh wieder. Sehr starke Gräber sind z.B. die Krebse der Gattung Cherax. Ich selber pflegte mal Cherax Lorentzi und diese Burschen haben mein kompl. Becken umgegraben, aber ist schon erstaunlich was diese kleinen Krebse alles hochstemmen können! Procambarus Alleni - Blauer Florida Krebs Die Sinnesorgane des Krebses Die Sinnesorgane vieler Krebsarten sind sehr gut entwickelt, dies ist aber auch wichtig, damit sie in ihrem Territorium auch eine Orientierung entwickeln können. Dabei ist zu beobachten, dass Krebse, die sich an einem Lebensraum gewöhnt haben, verwirrt sind, wenn nur ein bestimmter Stein anders gestellt wird. Man merkt ihnen sofort an, dass sie sich wieder zu Recht finden müssen. Die Augen sind einfach gebaut, glänzend und bei Cherax auch reflektierend, wenn ein Blitzlichtfoto geschossen wird. Auch sind die Augen als Facetten Augen auf kleinen Stielen ausgebildet. Jedes komplex Auge besteht aus einzelnen Augenkeilen. Aufgrund der Augenkeile reagieren die Augen stark auf Lichtstrahlen, wobei Krebse sehr gut erkennen können, wenn sich die Lichtverhältnisse ändern. z.B. wenn der Pfleger vors Becken tritt, die Krebse kommen darauf nämlich nach vorne und betteln dort nach Futter. Manche Männchen egal welche Größe versuchen dem Pfleger auch mit ihren imposanten Scheren zu drohen. Was ich immer total lustig fand. Allerdings war es das mit den Augen auch schon, denn diese sind nicht so stark ausgebildet, dass sie richtige Bilder sehen können. Nur Schemen und Helligkeitsunterschiede sind für diese Lebewesen ersichtlich. |